Schlanklibellen

Pechlibellen an einem kleinen Teich im Westerwald

Große Pechlibelle, Männchen … eine sehr häufige Libellenart, aber natürlich lohnt sich auch bei diesen kleinen Tieren ein genauer Blick, die charakteristischen Merkmale wie das zweifarbige Flügelmal an den Flügelenden oder die blauen Flecken direkt neben den Augen sind ja sehr hübsch anzusehen:

26.7.2015, Welkenbach, Westerwald

26.7.2015, Welkenbach, Westerwald

26.7.2015, Welkenbach, Westerwald

26.7.2015, Welkenbach, Westerwald

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Schwärmende Becher-Azurjungfern

Soviele Libellen wie an diesem einen Samstag hatte ich zuvor in meinem Leben noch nie gesehen! Der Ort? Bergh- of Galgeveen, der kleine verschlafene See bei Tilburg in der Provinz Noord-Brabant in den Niederlanden. Ich war im Mai schon einmal kurz dort gewesen, allerdings ohne Kamera: An manchen Stellen schreckten bei jedem Fußtritt 10 Libellen auf, die mitten auf dem Fußweg rings um den See saßen.

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

So ähnlich war es jetzt im Juli tatsächlich wieder. Einfach erstaunlich! Alles scheinen Becher-Azurjungfern zu sein; jedenfalls habe ich keine andere Azurjungfer gesehen. Es gab natürlich auch andere Libellenarten wie die Zarte Rubinjungfer und diverse Großlibellen; aber diese Masse an Becher-Azurjungfern hat wirklich einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Direkt am Seeufer bot sich dieses Bild, wobei das noch lange nicht die wahre Menge wiedergibt. Eigentlich sah es mehr aus wie Schwärme großer Mücken, was sich da abspielte. Man beachte, wieviele Männchen sich dort herumtreiben. Wenn überhaupt mal ein Weibchen dabei war, befand es sich schon in “festen Händen”:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Auf diesem kleinen im Wasser schwimmenden Ast herrschte dichtes Gedränge wie auf dem Frankfurter Flughafen:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Zwei klassische Einzelportraits von Männchen der Becher-Azurjungfer:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Ein sehr junges Tier; ebenfalls ein Männchen:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Kannibalismus: Dieses Männchen hat sich eine ganz junge Libelle derselben Art geschnappt … direkt nach dem Schlupfvorgang sind die noch nicht ausgefärbten Libellen noch sehr empfindlich und schwach und stellen somit natürlich auch leichte Beute dar!

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Überall, wo die Sonne auf die Vegetation am See schien, drängten sich die Becher-Azurjungfern. Ich fand es gar nicht so einfach, jeweils mehrere Libellen, die auf einmal auf dem Bild erscheinen, gleichzeitig in die richtige Schärfenebene zu legen.

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Zum Abschluß gibt’s noch dieses Einzelbild, im Gegenlicht …

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Zarte Rubinjungfer

Diese wirklich wunderschönen Libellen habe ich eher unverhofft am Bergh- of Galgeven, einem See in Tilburg in den Niederlanden, vorgefunden. Dort gab es generell unfaßbar viele Libellen, die allermeisten waren Becher-Azurjungfern.

Die Zarte Rubinjungfer oder auch Späte Adonislibelle oder auch Scharlachlibelle gilt in Deutschland als sehr selten (“RL1 – vom Aussterben bedroht”). Wie es damit in den Niederlanden ausschaut, weiß ich nicht. Da es sich um eine Art handelt, deren meiste Vorkommen im mediterranen Raum liegen, kann ich nur vermuten, daß durch die allgegenwärtige Klimaerwärmung auch diese Libellenart in Zukunft in Mitteleuropa vielleicht etwas häufiger vorkommen wird…

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Wie man sieht, bietet der ja eigentlich sehr leuchtend rote Körper eine hervorragende Tarnung inmitten der Uferpflanzen. Es hat auch eine Weile gedauert, bis ich die Rubinjungfern überhaupt zwischen der großen Menge an blauen Azurjungfern überhaupt bemerkt habe 😉

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Der Bergh- of Galgeveen ist ein sehr schön gelegener kleiner See, der trotz der unmittelbaren Nähe zur Stadt Tilburg offenbar nur wenige Besucher anzieht. Die Vegetation ist üppig und vielseitig und die Menge an Insekten einfach erstaunlich. Die Rubinjungfern habe ich nicht am eigentlichen See vorgefunden, sondern an diesem Teich, der direkt neben dem See liegt:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Becher-Azurjungfer

… ich weiß, heute nennen die Leute sie die “Gemeine Becherjungfer”, aber was ist denn das bitte für ein Name 🙂 Die Gattung Enallagma stellt zwar in Amerika die artenreichste Gattung aller Kleinlibellen überhaupt dar; in Europa kommt aber tatsächlich nur diese eine Art vor, Enallagma cyathigerum, die in älterer Literatur eben als Becher-Azurjungfer geführt wird, da sie den Azurjungfern ja auch tatsächlich extrem ähnlich sieht.

Diese Libelle (es ist dieselbe auf allen Bildern) habe ich etwa 20-30 Meter entfernt vom (derzeit fast ausgetrockneten) Flehbach in Köln-Brück auf einer Wiese angetroffen. Da die Becher-Azurjungfern stehende Gewässer bevorzugt, nehme ich an, daß sie eher an den Teichen am Flehbach beheimatet sein wird, die vom Standort der Bilder etwa 500-700 Meter entfernt liegen. Obwohl die Becher-Azurjungfer nicht selten ist, hatte ich persönlich bis heute nur ein einziges Mal überhaupt eine gesehen (und fotografiert), und das war auch schon wieder drei Jahre her …

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

Becher-Azurjungfer

Diese Libelle habe ich bisher noch überhaupt nicht bewußt gesehen. Das untenstehende Bild entstand 2012 bei einem Spaziergang in Köln am Rhein, am Oberländer Werft, um genau zu sein: Das ist der Fußweg direkt am Rheinufer direkt südlich des Rheinauhafens und der Südbrücke. Nicht gerade der Ort, um gezielt nach Libellen zu suchen – aber eine Gebänderte Prachtlibelle habe ich ebenfalls 2012 auch an dieser Stelle fotografiert …

Nachdem ich nur dieses eine Bild der Becher-Azurjungfer gemacht hatte, geriet es auf meiner Festplatte direkt für zwei Jahre wieder in Vergessenheit. Viele auch ganz typische und häufige Libellenarten fehlen mir in meiner Fotosammlung noch oder sind unterrepräsentiert … es gibt also viel zu tun für die nächsten Jahre 😉

13.5.2012, Köln-Bayenthal, Oberländer Werft

13.5.2012, Köln-Bayenthal, Oberländer Werft

Dieses Bild ist dann schon wieder ein paar Kilometer weiter südlich entstanden, am Rheinufer südlich von Rodenkirchen. Ich füge es trotzdem hier an … es gibt die Umgebung, relativ fernab von den eigentlichen Heimatgewässern dieser Libelle, ja doch ganz gut wieder:

13.5.2012, Köln-Bayenthal, Oberländer Werft

13.5.2012, Köln-Bayenthal, Oberländer Werft

Hufeisen-Azurjungfer

… vielleicht die häufigste Libelle hier im Kölner Raum, gefühlt jedenfalls. Umso unverzeihlicher, daß ich anscheinend die ganze 2014er Saison nicht ein Foto von einem einzelnen Weibchen geschossen habe. Aber man hat ja gerne Projekte für das nächste Jahr 😉

30.5.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

30.5.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

31.5.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

31.5.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

13.6.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

13.6.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

13.6.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

13.6.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

18.6.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

18.6.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

Frühe Adonislibelle

Mit der Frühen Adonislibelle und der Hufeisen-Azurjungfer hat für mich dieses Jahr die Libellen-Saison begonnen … anbei daher ein paar Schnappschüsse. Weibchen sind die mit der durchgehend schwarzen Zeichnung auf dem Hinterleib; Männchen haben hingegen den rot leuchtenden Hinterleib mit nur auf den letzten Segmenten schwarzer Zeichnung:

30.5.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

30.5.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

13.6.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

13.6.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

31.5.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

31.5.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

Nicht vorenthalten möchte ich Euch noch diese Bilder aus vergangenen Jahren, allesamt aufgenommen an einem kleinen Teich im Westerwald. Damals hab ich das ganze Spektrum der Frühen Adonislibelle festhalten können… Männchen:

12.5.2008, Westerwald

12.5.2008, Westerwald

Weibchen:

20.6.2009, Westerwald

20.6.2009, Westerwald

Paarungsrad:

12.5.2008, Westerwald

12.5.2008, Westerwald

Eiablage … ebenfalls nicht optimal, aber bis heute zumindest habe ich kein besseres Bild davon!

12.5.2008, Westerwald

12.5.2008, Westerwald