Edellibellen

Ein schönes Pärchen ;)

Man sitzt unverhofft bei Freunden im Garten, freut sich auf frühen Feierabend, und auf einmal setzt sich eine Blaugrüne Mosaikjungfer auf die Hecke, der man sich mit dem Kit-Objektiv (was anders ist logischerweise gerade nicht greifbar …) problemlos nähern kann für ein paar Bilder. Das ist ja schon eher selten.

Keine zwei Minuten später wiederholt sich das Spiel noch ein zweites Mal … Männchen und Weibchen, erkennbar an den unterschiedlich ausgeprägten “Wespentaillen”. Anhand der Körper- und Augenfärbung zu urteilen, sind sie beide eigentlich noch relativ jung … auch die Flügel sehen noch sehr “frisch” aus.

Das Männchen:

19.8.2015, Mettmann-Süd

19.8.2015, Mettmann-Süd

… und das Weibchen:

19.8.2015, Mettmann-Süd

19.8.2015, Mettmann-Süd

19.8.2015, Mettmann-Süd

19.8.2015, Mettmann-Süd

Und was lernen wir daraus? Leute, habt immer irgendeine Kamera griffbereit. Gerade Großlibellen kann man nicht alle Tage in Ruhe fotografieren, da hilft jede einzelne Gelegenheit! Und wenn’s im Notfall auch nur ein Handy ist 🙂

Blaugrüne Mosaikjungfer im Wald

Von allen Edellibellen in Mitteleuropa zählt die Blaugrüne Mosaikjungfer wohl zu den buntesten, aber auch den häufigsten. Sehr häufig halten sich diese Libellen aber gar nicht nur an den Teichen auf, sondern auch mitten im Wald. Dort jagen sie Insekten oder bereiten sich auf die Paarungszeit vor …

Die ansich sehr auffällige Färbung ist in Wahrheit das genaue Gegenteil: Eine perfekte Tarnung. Die Libelle auf diesen beiden Fotos saß in den Blättern direkt an meinem Weg. Beim Vorbeigehen habe ich sie aufgeschreckt und dann hat sie sich gottseidank direkt in der Nähe wieder einen Landeplatz gesucht, an dem ich dann in Ruhe diese Bilder machen konnte:

17.7.2015, Köln, Königsforst

17.7.2015, Köln, Königsforst

Speziell dieses Bild gibt vielleicht einen Eindruck davon, wie gut das unregelmäßige grün-blau-schwarze Farbmuster der Libelle, die ja immerhin etwa 10 cm Spannweite hat – gar nicht soo klein – zur Tarnung beitragen können:

17.7.2015, Köln, Königsforst

17.7.2015, Köln, Königsforst

Große Königslibelle

Der Teich am Flehbach in Köln-Brück steht dieses Jahr besonders tief. Der niedrige Wasserstand hat auch den eigentlichen Flehbach in weiten Teilen zum Stillstand gebracht. Eine wirklich gute Libellen-Saison ist da eher nicht zu erwarten, aber die meisten üblichen Libellenarten habe ich auch in diesem Jahr dann doch dort angetroffen. An diesem Tag waren ein oder zwei Königslibellen unterwegs. Wie alle Edellibellen fliegen sie eigentlich fast ununterbrochen herum, so daß ich gar nicht daran gedacht habe, irgendein Bild machen zu können. Stattdessen versuchte ich, einen männlichen Plattbauch zu fotografieren. Eher zufällig hörte ich dann dieses charakteristische Knistern, das entsteht, wenn eine große Libelle landen möchte und mit den Flügeln gegen die Blätter und Sträucher schlägt… und da saß dann für ein paar Augenblicke ein Königslibellen-Männchen, was mir die folgenden Aufnahmen ermöglichte.

17.7.2015, Köln-Brück, Flehbachaue

17.7.2015, Köln-Brück, Flehbachaue

17.7.2015, Köln-Brück, Flehbachaue

17.7.2015, Köln-Brück, Flehbachaue

Die Herbst-Mosaikjungfer

Das war wohl doch etwas voreilig von mir, schon am letzten Augusttag mein persönliches Saisonende für das Libellen-Blog zu prophezeien. Denn heute ergab sich zufällig doch noch einmal die Möglichkeit zu einem Besuch am Teich in Köln-Brück, das Wetter spielte auch mit, und dort flogen mir dann tatsächlich Herbst-Mosaikjungfern vor die Linse. Das unten sind meine ersten Bilder dieser sehr schönen Libelle überhaupt.

3.9.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

3.9.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

3.9.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

3.9.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

Ich war richtig erstaunt, daß sich die Herbst-Mosaikjungfern heute, obwohl die Sonne 2-3 Stunden durchgängig schien, sich doch immer mal wieder auch gerne hingesetzt haben. Natürlich muß man trotzdem viel Glück haben, daß sie auch mal länger als 15-30 Sekunden sitzenbleiben und dann auch noch in Reichweite der Kamera …

3.9.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

3.9.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

3.9.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

3.9.2014, Köln-Brück, Flehbachaue

Große Königslibelle bei der Eiablage

… leider für einen Libellenfotografen ist die Eiablage ja quasi die Standardsituation (abgesehen davon, wenn die Tiere gerade frisch geschlüpft sind), in der man so eine Königslibelle überhaupt mal vor die Linse bekommt. Schön wären ja auch mal fotogen an einem Ast sitzende Tiere, mit ein bißchen Teich im Hintegrund … Aber wie alle Angehörigen der Familie der Edellibellen (Aeshnidae) zeichnet sich auch die Große Königslibelle dadurch aus, daß sie sich fast nur in der Luft aufhält.

Wenn es dann kälter wird oder auf den Abend zugeht, verschwinden sie meistens relativ weit oben in Baumwipfeln oder Geäst und sind dann für den Fotografen unerreichbar. Oder ich mache bisher noch etwas falsch. 🙂 Die folgenden Bilder stammen aus dem Jahr 2013:

2.8.2013, Köln-Brück, Flehbachaue

2.8.2013, Köln-Brück, Flehbachaue

2.8.2013, Köln-Brück, Flehbachaue

2.8.2013, Köln-Brück, Flehbachaue

Blaugrüne Mosaikjungfer

… die vielleicht bekannteste aller heimischen Libellen, auffallend groß, farbenprächtig und mit sehr gutem Flugvermögen; zu sehen an fast jedem etwas besser eingerichteten Gartenteich! So sind auch diese Bilder an einem privaten kleinen Gartenteich entstanden.

Die Libellen waren gerade – alle am selben Tag – geschlüpft, teilweise sieht man noch die Larvenhäute (Exuvien) auf den Fotos. Die meisten auf diesen Bildern sind Männchen, aber es ist ein Weibchen darunter; zu erkennen an der fehlenden “Wespentaille” oder Einschnürung des Hinterleibs direkt hinter der Brust.

Der Tag war windig und kalt – für den August 2014 typisch – so harrten die Libellen erstmal regungslos der Dinge, die da in ihrem neuen Leben kommen mögen …

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald

17.8.2014, Westerwald