Enallagma cyathigerum

Becher-Azurjungfer

Schwärmende Becher-Azurjungfern

Soviele Libellen wie an diesem einen Samstag hatte ich zuvor in meinem Leben noch nie gesehen! Der Ort? Bergh- of Galgeveen, der kleine verschlafene See bei Tilburg in der Provinz Noord-Brabant in den Niederlanden. Ich war im Mai schon einmal kurz dort gewesen, allerdings ohne Kamera: An manchen Stellen schreckten bei jedem Fußtritt 10 Libellen auf, die mitten auf dem Fußweg rings um den See saßen.

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

So ähnlich war es jetzt im Juli tatsächlich wieder. Einfach erstaunlich! Alles scheinen Becher-Azurjungfern zu sein; jedenfalls habe ich keine andere Azurjungfer gesehen. Es gab natürlich auch andere Libellenarten wie die Zarte Rubinjungfer und diverse Großlibellen; aber diese Masse an Becher-Azurjungfern hat wirklich einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Direkt am Seeufer bot sich dieses Bild, wobei das noch lange nicht die wahre Menge wiedergibt. Eigentlich sah es mehr aus wie Schwärme großer Mücken, was sich da abspielte. Man beachte, wieviele Männchen sich dort herumtreiben. Wenn überhaupt mal ein Weibchen dabei war, befand es sich schon in “festen Händen”:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Auf diesem kleinen im Wasser schwimmenden Ast herrschte dichtes Gedränge wie auf dem Frankfurter Flughafen:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Zwei klassische Einzelportraits von Männchen der Becher-Azurjungfer:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Ein sehr junges Tier; ebenfalls ein Männchen:

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Kannibalismus: Dieses Männchen hat sich eine ganz junge Libelle derselben Art geschnappt … direkt nach dem Schlupfvorgang sind die noch nicht ausgefärbten Libellen noch sehr empfindlich und schwach und stellen somit natürlich auch leichte Beute dar!

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Überall, wo die Sonne auf die Vegetation am See schien, drängten sich die Becher-Azurjungfern. Ich fand es gar nicht so einfach, jeweils mehrere Libellen, die auf einmal auf dem Bild erscheinen, gleichzeitig in die richtige Schärfenebene zu legen.

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Zum Abschluß gibt’s noch dieses Einzelbild, im Gegenlicht …

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

11.7.2015, Bergh- of Galgeveen

Becher-Azurjungfer

… ich weiß, heute nennen die Leute sie die “Gemeine Becherjungfer”, aber was ist denn das bitte für ein Name 🙂 Die Gattung Enallagma stellt zwar in Amerika die artenreichste Gattung aller Kleinlibellen überhaupt dar; in Europa kommt aber tatsächlich nur diese eine Art vor, Enallagma cyathigerum, die in älterer Literatur eben als Becher-Azurjungfer geführt wird, da sie den Azurjungfern ja auch tatsächlich extrem ähnlich sieht.

Diese Libelle (es ist dieselbe auf allen Bildern) habe ich etwa 20-30 Meter entfernt vom (derzeit fast ausgetrockneten) Flehbach in Köln-Brück auf einer Wiese angetroffen. Da die Becher-Azurjungfern stehende Gewässer bevorzugt, nehme ich an, daß sie eher an den Teichen am Flehbach beheimatet sein wird, die vom Standort der Bilder etwa 500-700 Meter entfernt liegen. Obwohl die Becher-Azurjungfer nicht selten ist, hatte ich persönlich bis heute nur ein einziges Mal überhaupt eine gesehen (und fotografiert), und das war auch schon wieder drei Jahre her …

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

17.6.2015, Köln-Brück, Flehbachau

Becher-Azurjungfer

Diese Libelle habe ich bisher noch überhaupt nicht bewußt gesehen. Das untenstehende Bild entstand 2012 bei einem Spaziergang in Köln am Rhein, am Oberländer Werft, um genau zu sein: Das ist der Fußweg direkt am Rheinufer direkt südlich des Rheinauhafens und der Südbrücke. Nicht gerade der Ort, um gezielt nach Libellen zu suchen – aber eine Gebänderte Prachtlibelle habe ich ebenfalls 2012 auch an dieser Stelle fotografiert …

Nachdem ich nur dieses eine Bild der Becher-Azurjungfer gemacht hatte, geriet es auf meiner Festplatte direkt für zwei Jahre wieder in Vergessenheit. Viele auch ganz typische und häufige Libellenarten fehlen mir in meiner Fotosammlung noch oder sind unterrepräsentiert … es gibt also viel zu tun für die nächsten Jahre 😉

13.5.2012, Köln-Bayenthal, Oberländer Werft

13.5.2012, Köln-Bayenthal, Oberländer Werft

Dieses Bild ist dann schon wieder ein paar Kilometer weiter südlich entstanden, am Rheinufer südlich von Rodenkirchen. Ich füge es trotzdem hier an … es gibt die Umgebung, relativ fernab von den eigentlichen Heimatgewässern dieser Libelle, ja doch ganz gut wieder:

13.5.2012, Köln-Bayenthal, Oberländer Werft

13.5.2012, Köln-Bayenthal, Oberländer Werft